Das Fortbildungsprogramm 2012

 

Übersicht

   
   Stavemann: Das Unbewusste in der Kognitiven Verhaltenstherapie ...    07./08. Juni 2012
   Born: Einführung in die philosophisch fundierte Kognitive Verhaltenstherapie ...     06./07. Juli 2012

   Gasche: Emotionale Kompetenz nach Claude Steiner ...

   31.Aug./01.Sept. 2012

   Stavemann: Glaubensgrundsätze, Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung ...

   28./29. Sept. 2012
   Born: Praxis der Kognitiven Verhaltenstherapie: Vertiefungskurs ...    ab 12./13. Okt. 2012
   

 

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 Einführung in die philosophisch-fundierte Kognitive Verhaltenstherapie

 

 

Weiterentwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie: Lösungen für emotionale und existenzielle Probleme

 

Zielgruppe: Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit abgeschlossener oder fortgeschrittener verhaltenstherapeutischer Ausbildung, die intensiv die den Störungen zugrundeliegenden emotionalen Probleme ihrer Patienten bearbeiten wollen. 

Inhalt: Die Kognitiven Therapiemethoden werden oft missverständlich als zu wenig emotionsorientiert eingeschätzt. Das Gegenteil ist der Fall: Der Fokus des der gesamten Therapie liegt auf den emotionalen Problemen der Patienten und deren langfristigen Lösung. Emotionale Probleme entstehen durch subjektiv oder objektiv unerfüllte oder bedrohte Grundbedürfnisse. Deshalb müssen Therapeuten nach Grawe (2004) Patienten helfen, diese besser zu erfüllen bzw. zu schützen. Leider ist das grundsätzlich nicht immer möglich, so dass Patienten ebenso lernen sollten, mit unerfüllten Bedürfnissen sinnvoll umzugehen. Bei der Beschäftigung mit Grundbedürfnissen tauchen sehr häufig existenzielle Fragen auf, die zu emotionalen Turbulenzen führen können: Wie gehe ich mit der Unausweichlichkeit des Todes, von Schmerz und Leid um? Was ist ein sinnvolles Leben? Wie kann ich glücklich sein? Diese Fragen können nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse beantwortet werden, sondern nur philosophisch. Die KVT fördert diese Reflexion mit Hilfe der sokratischen Gesprächsführung und bietet hilfreiche Antwortvorschläge philosophischer Denker wie Epiktet, Marc Aurel und Seneca u.a. an. Wie diese Philosophen will die KVT Menschen helfen, eine Lebenskunst zu entwickeln, um ein erfülltes und zufriedenes Leben leben zu können.

Die Kognitive Verhaltenstherapie nach Stavemann (2003, 2007, 2008) in Kombination mit der bedürfnisorientierten Sichtweise nach Grawe (1998, 2004) eignet sich sehr gut als Grundstruktur einer Allgemeinen Psychotherapie und kann mit allen störungsspezifischen, hypnotherapeutischen und psychodynamischen Vorgehensweisen sinnvoll und problemlos ergänzt werden.

Weitere Inhalte des Workshops sind:

  • Überblick über die Phasen der integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie

  • Emotionale und existenzielle Probleme als Ursache psychischer Störungen und deren Lösungsrichtungen

  • Die KVT als Basisvorgehen einer Allgemeinen Psychotherapie

  • Sokratisches Erarbeiten des kognitiven Modells vom Entstehen von Emotionen (ABC-Modell) als Basis der Therapie

  • Identifikation von und therapeutischer Umgang mit übergeordneten Problemen (Nicht-Akzeptanz, Selbstabwertung, Erwartungsangst und Hoffnungsverlust) und geringer Frustrations- bzw. Leidtoleranz

  • Systematische Rekonstruktion bewusster und unbewusster kognitiv-emotionaler Schemata (Selbstanalyse von Emotionen)

  • Bearbeitung typischer emotionaler Problembeispiele aus dem therapeutischen Alltag mit Demonstration des systematischen Vorgehens

  • Integration störungsspezifischer Vorgehensweisen

Literatur:

Stavemann H.H. (Hrsg., 2008), KVT-Praxis, Weinheim: Beltz

Stavemann H.H: (2007), Sokratische Gesprächsführung, Weinheim: Beltz

Stavemann H.H. (2003), Therapie emotionaler Turbulenzen, Weinheim: Beltz

Grawe K. (2004), Neuropsychotherapie, Göttingen: Hogrefe

Born K. (2007), Störungsmodell und Therapierational, IVT-Skript

 

Informationsbroschüre Fortbildung Praxis der Kognitiven Verhaltenstherapie      (pdf-Datei)

 

Leitung: Kai Born
Dauer:

Freitag 14.00 – 21.00 Uhr & Samstag 9.00 - 17.00 Uhr  (16 UE, FB-Punkte: 21)

Teilnehmer: 8 - 12 Teilnehmer
Ort: Eltville
Termin(e):

06./07. Juli 2012

Kosten: 290,- 
TN-Beurteilung: 1,1   (n  = 27)
Anmeldestatus: Anmeldung möglich

  

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Philosophisch-fundierte KVT: Das Unbewusste in der Kognitiven Verhaltenstherapie

 

 

Die Rekonstruktion unbewusster individueller Schemata, Glaubenskonzepte und Bewertungssysteme  

Auch Kognitive Verhaltenstherapeuten beschäftigen sich mit dem Unbewussten, denn häufig sind den Betroffenen die Ursachen für ihre emotionalen Turbulenzen nicht (mehr) oder nur partiell bewusst. Mit der herkömmlichen ABC-Technik sind diese wichtigen verdeckten, problembestimmenden Schemata, Glaubenskonzepte oder Bewertungssysteme dann nicht aufzudecken und damit zu klären. Da der Hauptansatzpunkt der KVT jedoch in der Modifikation dysfunktionaler Einstellungen und Lebensphilosophien besteht, entgehen sie dann damit meist auch der therapeutischen Bearbeitung: Das eigentliche Problem wird so nicht gelöst.

Inhalt:

Die TeilnehmerInnen lernen die unterschiedlichen kognitiven Teile eines Bewertungssystems kennen und üben an eigenen oder fremden Fallbeispielen die sichere Rekonstruktion derart verdeckter, unbewusster Bewertungssysteme und jahrzehnte-alter kognitiver Schemata. Hierzu werden Vorgehen, Strategien und Leitfäden vermittelt und trainiert.

 

Leitung:

Harlich Stavemann

Dauer:

Donnerstag 12.30 - 19.00 Uhr und Freitag 09.00 - 17.00 Uhr (16 UE, FB-Punkte: 21

Teilnehmer:

12 - 20 Teilnehmer

Ort:

Eltville

Termin(e):

07./08. Juni 2012

Kosten:

290,- 

TN-Beurteilung:

1,4   (Skala 1-6)

Anmeldestatus: Anmeldung möglich

 

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Philosophisch-fundierte KVT:   Glaubensgrundsätze und Lebensziele

 

 

Glaubensgrundsätze, Lebensziele und psychische Probleme

Es gibt verschiedene Gründe, warum sich manche Menschen mit ihren Lebenszielen ins Schleudern geraten:

  • Manche scheuen sich, eigene Lebensziele festzulegen und zu verfolgen, häufig sind es Bequemlichkeit oder die Angst vor Fehlern, Selbstverantwortung und Kritik. Ohne eigene Ziele fehlt es natürlich an einem sinnvollen Entscheidungsmaßstab im Alltag: Was sinnvoll, zielführend oder erfolgreich ist, lässt sich dann nicht beantworten. Erfolgserlebnisse und Selbstverstärkung bleiben notgedrungen aus, Unzufriedenheit, Frustration und Niedergeschlagenheit sind die emotionalen Folgen, psychosomatische Reaktionen häufig die körperlichen Begleitsymptome.

  • Andere merken plötzlich, dass sie so, wie sie leben, gar nicht leben wollten, dass sie ihre ursprünglichen Ziele aus den Augen verloren haben und geraten in Panik und reagieren in dieser „midlife“ oder Lebens-Krise“ oft unüberlegt und legen damit den Grundstock für nachfolgende Probleme.

  • Wieder andere bleiben bei ihrer Zielverfolgung ausgebrannt liegen, weil sie ihre Energie falsch eingeschätzt und zu viele oder unrealistische Ziele verfolgt haben.

  • Häufig geraten Menschen auch ohne eigenes Zutun in Lebenskrisen, weil sie - schicksalhaft oder nicht - wichtige Lebensziele verloren haben, ohne Alternativen zu sehen.

  • Nicht selten sind aber die unbewussten oder bewussten Glaubensgrundsätze über die Welt Ursache für emotionales Leid und Schwierigkeiten mit den Lebenszielen. Entweder ergeben sich diese Probleme aus den Glaubensgrundsätzen direkt oder sich widersprechende Grundüberzeugungen stehen im Konflikt zueinander.

 

Inhalt:

In diesem Praxisworkshop erhalten und üben die TeilnehmerInnen Hinweise, Leitfäden und Strategien für den Umgang mit der Lebenszielproblematik im Rahmen einer KVT-Behandlung besonders bei Patienten mit depressiver Symptomatik, in Lebenskrisen, bei Burn-out Syndromen und Selbstwertproblemen.

Themen sind u.a.: Durchführen der Analyse der Glaubensgrundsätze und der Lebensziele; praktische Hilfestellung bei der Lebenszielplanung, Umgang mit (Lebens-) Zielverlust und Zielkonflikten.

Eigene Fälle können eingebracht und dabei supervidiert werden.

 

Leitung:

Harlich Stavemann

Dauer:

Freitag 14.00 - 21.00 Uhr und Samstag 09.00 – 17.00 Uhr (16 UE, FB-Punkte: 21

Teilnehmer:

12 - 20 Teilnehmer

Ort:

Eltville

Termin(e):

28./29. September 2012

Kosten:

290,- 

TN-Beurteilung:

1,4   (Skala 1 - 6)

Anmeldestatus: Anmeldung möglich

 

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   Emotionale Kompetenz nach Claude Steiner

 

 

Die Sprache der Gefühle

Das dem Workshop zugrunde liegende Konzept der Emotionalen Kompetenz wurde von Claude Steiner, PhD, dem Schüler und Mitarbeiter Eric Bernes und Mitbegründer der Transaktionsanalyse entwickelt. Emotionale Kompetenz ist ein einfach erlernbares, dabei hochwirksames und sehr präzise ausgearbeitetes Konzept, mit dessen Hilfe Entwicklungsprozesse auf der individuellen - und der Beziehungsebene angestoßen werden können. Wie gehen wir mit Gefühlen um? Mit denen, die andere in uns auslösen - und denen, die wir in anderen auslösen? Welche Sicherheiten brauchen wir, um uns für eine liebevolle und verantwortungsbewusste Haltung im Kontakt mit uns und unserem Gegenüber zu entscheiden? Dieser Frage ist Claude Steiner in den unterschiedlichsten Settings nachgegangen. Das Konzept der Emotionalen Kompetenz ist das Ergebnis dieser „Forschungsreise“.

Wo zwischenmenschliche Beziehungen im Privatleben und im Berufsalltag eine zentrale Rolle spielen, ist der souveräne Umgang mit Gefühlen in besonderer Weise gefragt. Nicht immer ist es einfach, Beziehungen zu gestalten, die von Offenheit, Wertschätzung und liebevoller Zuwendung geprägt sind, zumal wir es häufig mit Menschen zu tun haben, die aufgrund ihrer lebensgeschichtlichen Erfahrungen Angst vor Gefühlen und emotionaler Nähe entwickelt haben. Unsere eigenen Gefühle und Verhaltensmuster besser kennen zu lernen, in einem geschützten Raum neue Instrumente auszuprobieren, kann uns helfen, in Alltag und Beruf, emotional souveräner zu handeln. Der Workshop bietet hierfür einen vielfach erprobten, sicheren Rahmen.

 Neben einer Einführung in die theoretischen Grundlagen des Konzepts, wird im praktischen, selbsterfahrungsorientierten Teil des Workshops die Vorgehensweisen unter Anleitung eingeübt.

Inhalt:

  • Wertschätzende Gesprächskompetenz
  • Das situationsbezogene Setzen angemessener Grenzen
  • Verantwortungsübernahme und authentischer Umgang mit eigenen Fehlern und Schwächen
  • Beratung hinsichtlich gerade bestehender Konfliktgeschehnisse der TeilnehmerInnen unter Berücksichtigung einer emotional kompetenten Kommunikationsweise.
  • Bei Bedarf Rollenspiele
  • Förderung innerer Sicherheit und Stabilität im Umgang mit Menschen in beruflichen und privaten Kontexten

Literatur:

Hartmut Oberdieck: Die Kunst, sich miteinander wohl zu fühlen. Freiburg, 2004.

Claude Steiner: Emotionale Kompetenz. München, 2000.

 

Leitung:

Matthias Gasche

Dauer:

Freitag 14.00 - 21.00 Uhr und Samstag 09.00 – 17.00 Uhr (16 UE, FB-Punkte: 21

Teilnehmer:

12 - 16 Teilnehmer

Ort:

Eltville

Termin(e):

31. August/01. September 2012

Kosten:

290,- 

TN-Beurteilung:

neu

Anmeldestatus: Anmeldung möglich

 

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 Praxis der philosophisch-fundierten Kognitiven Verhaltenstherapie

 

 

Vertiefungskurs: KVT-Curriculum

Zielgruppe: Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit abgeschlossener oder fortgeschrittener verhaltenstherapeutischer Ausbildung, die intensiv die den Störungen zugrundeliegenden emotionalen und existenziellen Probleme ihrer Patienten bearbeiten wollen. 

Zielrichtung: Der Grundkurs fokussiert auf die emotionale Probleme und die Grundbedürfnisse der Patienten und ermöglicht den TeilnehmerInnen, sich ein stringentes therapeutisches Handlungskonzept anzueignen und die praktischen therapeutischen Kompetenzen zu erweitern. Dazu bieten wir in kleinen Gruppen (maximal 10 Teilnehmer) ein sehr übungs- und praxisorientiertes Curriculum an, das praktische Fertigkeiten trainiert und viele Leitfäden und Materialien zur Verfügung stellt.

Voraussetzungen: Bestehende Möglichkeit, mit eigenen Patienten/Klienten therapeutisch zu arbeiten. Teilnahme an einem KVT-Einführungsworkshop oder alternativ Nachweis von gleichwertigen Kenntnissen über Kognitive Verhaltenstherapie.

Als KVT-Einführungskurs gilt u.a. die Teilnahme am 5. Wochenende der IVT-Weiterbildung für Ärzte, am Selbsterfahrungscurriculum und an entsprechenden Einführungsworkshops in den Ausbildungscurricula der Ausbildungsinstitute für Psychologische Psychotherapeuten.

Inhalte: Die wichtigsten theoretischen Grundlagen und Interventionsmöglichkeiten der integrativen Kognitiven Verhaltentherapie werden im Curriculum vermittelt und mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung eingeübt und in der Praxis umgesetzt. Es werden Leitfäden und umfangreiche Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt. 

  • Die Glücksprinzipien: Denk- und Verhaltensweisen, die zu einem glücklichen Leben führen (Lebenskunst)

  • Analyse und Entwicklung von persönlichen Werten und Lebenszielen als sinnstiftende Orientierungspunkte im Leben

  • Die Phasen in der integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie und deren typische Schwierigkeiten

  • Herausarbeiten der emotionalen und existenziellen Probleme und deren Lösungsrichtungen

  • Identifikation von und therapeutischer Umgang mit übergeordneten Problemen (Nicht-Akzeptanz, Selbstabwertung, Erwartungsangst und Hoffnungsverlust) und Leidakzeptanzproblemen

  • Sokratische Gesprächsführung als Grundlage der Therapeuten-Patienten-Interaktion mit phasenspezifischer Anwendung

  • Sokratischer Dialoge: Formen, Themen, Anwendungsgebiete und Fallstricke

  • Systematische Rekonstruktion bewusster und unbewusster Schemata (Selbstanalyse von Emotionen)

  • Entwickeln von rationaler und emotionaler Kompetenz

  • Systematik und Fallstricke beim Aufbau und Training neuer Einsichten und Überzeugungen: Langfristige Veränderung des emotionalen Erlebens

  • Integration von störungsspezifischen Therapiemanualen

Informationsbroschüre Fortbildung Praxis der Kognitiven Verhaltenstherapie      (pdf-Datei)

 

Leitung:

Kai Born

Dauer:

6 Wochenenden, jeweils Freitag 14.00 – 20.45 Uhr und Samstag 9.00 – 17.00 Uhr  (96 UE, FB-Punkte: 96)

Teilnehmer:

8-10 Teilnehmer   (strenge TN-Begrenzung!)

Ort:

Eltville

Termine 2011-2012:

Ausgebucht - Kurs läuft

4. KVT-Curriculum:

28./29. Oktober 2011

02./03. Dezember 2011

03./04. Februar 2012

 

 

09./10. März 2012

20./21. April 2012

22./23. Juni 2012

Termine 2012-2013:

5. KVT-Curriculum:

12./13. Oktober 2012

30. November/01. Dezember 2012

01./02. Februar 2013

 

08./09. März 2013

19./20. April 2013

21./22. Juni 2013

Kosten:

1.740,- €   (Teilzahlung 290,- pro Wochenende, Buchung nur komplett)

TN-Beurteilung:

1,3   (n = 29)

Anmeldestatus: Anmeldung möglich

 

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